Datenklau erfolgreich vermeiden und bekämpfen

Über viele Jahre hinweg berichteten Medien immer wieder von Datenschutzverletzungen – selbst bei den ganz Großen wie ebay oder Yahoo! Und sogar Facebook steckt aktuell in der schlimmsten Krise seit Firmengründung. Die User sind besorgt und das zu recht. Uber war kürzlich sogar ein schwerwiegender Vorfall von Datenklau bekannt, welcher aber trotz bestehender Meldepflicht nicht angezeigt wurde. Das Grundvertrauen der Verbraucher ist erschüttert.

Der Zusammenhang zwischen Datenschutz und Verbraucherschutz scheint rein juristisch betrachtet eher als Neuerung. Erst im Februar  2016 trat das Gesetz zu Verbesserung der zivilrechtlichen Durchsetzung von verbraucherschützenden Vorschriften des Datenschutzrechts in Kraft. Damit wird das Unterlassungsklagengesetz auf bestimmte datenschutzrechtliche Verstöße von Unternehmen erweitert. Im Klartext: Datenschutz ist nun ein Verbraucherschutzrecht. Allerdings ist nicht jeder einzelne Verbraucher anspruchsberechtigt sondern nur Interessenvertretungen, wie Verbraucherschutzorganisationen und Verbände. Sie sind es, die im Falle eines Verstoßes juristisch nach dem Unterlassungsklagengesetz vorgehen können.

Verbraucherdatenschutzrecht in der EU-Datenschutz-Grundverordnung
Was bringt es nun den Verbrauchern, dass juristisch vieles abgesichert ist? Wie sehen die Rechte der Verbraucher an ihren personenbezogenen Daten betrachtet im Licht der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO/GDPR) aus? Was ändert sich für den Einzelnen beim Schutz seiner personenbezogenen Daten?

Man kann sagen: Zahl, Art, Ausmaß und der Kreis der von Datenschutzverletzungen Betroffenen haben das öffentliche Bewusstsein verändert. Neben IT-Sicherheitsexperten, Juristen und Unternehmen diskutieren gerade in Deutschland verstärkt die Verbraucher, welche Veränderungen die EU-DSGVO konkret mit sich bringt. Trotz einiger Bedenken wie sich die teilweise doch recht vagen Vorgaben der DSGVO konkret umsetzen lassen, werden die kommenden Regulierungen grundsätzlich positiv aufgenommen.

Mehr Kontrolle dank DSGVO
Die EU-DSGVO enthält etliche Regelungen, die den Verbraucherschutz innerhalb der EU stärken. Unternehmen haben inzwischen riesige Mengen an personenbezogenen Daten gespeichert, die sie Dank intelligenter Systeme und Analyse-Tools immer besser und schneller auswerten, aber auch zueinander in Beziehung setzen können. Das wiederum ermöglicht es, umfassende Persönlichkeitsprofile zu erstellen und auf Vorlieben und Verhaltensweisen von Verbrauchern zurückzuschließen. Ein Thema, das derzeit bereits verschiedene Gutachten beschäftigt, weil hier gegebenenfalls Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Privacy bei Design und Privacy bei Default sollen Abhilfe schaffen.

Wenn aber bei einem Datenschutzvorfall bereits personenbezogene Daten gestohlen wurden, was dann? Wir empfehlen: vorbeugen durch Information und das Anwenden der richtigen Mechanismen. Damit Sie weder vom Datenklau betroffen sind, noch sich unwissentlich strafbar machen.